Jetzt ist unser letzter Eintrag schon fast 2 Wochen her. Also ist es Zeit fuer ein weiteres Update. Leider wieder ohne Fotos und nur mit stinklangweiligem Text. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren wir bei unserem letzten Eintrag bei Matias' Familie in Pueto Montt (Chile). Danach sind wir (nach einem kurzen und etwas enttaeuschenden Trip nach Chiloe) mit dem Auto Richtung Norden gefahren. Am Lago Pirihueico sind wir dann mit dem Boot wieder nach Argentinien uebergesetzt. Der See (wie die meisten Seen in dieser Gegend) sind Gebirgseen in den Anden: Glasklares und eiskaltes Wasser und atemberaubende ("breathtaking, simply breathtaking") Landschaft.
Auf dem Weg von der Faehre zur chilenischen Grenze dann auf einmal ein lautes Klappern aus dem Radkasten. "Wahrscheinlich ein Ast" sagt Cori noch. Aber als ich ausgestiegen war der Schreck: ein gefuehlt 10 Meter langer und Daumen-dicker rostiger Nagel steckte in unserem linken Hinterreifen. Machte dann auch ganz laut "Pffffffff" als ich ihn rausgezogen hatte. Also Ersatzrad raus und Wagenheber aus der Filzumhuellung nehmen. Dann waren wir doch etwas verwirrt, wie wir den einsetzen sollten. Ist ja nicht so, dass ich noch nie einen Reifen gewechselt habe, aber das liegt schon einige Jaehrchen zurueck. Und dann auch noch auf einer dieser typisch-suedamerikanischen Staupisten. Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende kamen dann ein paar freundliche chilenische Polizisten in ihrem Pick-Up vorbei und haben uns den Reifen in 5 Minuten gewechselt. Also alles kein grosses Problem.
Danach ging es zunaechst nach San Martin de los Andes, einem kleinen Ort in den Anden. Zwar sehr touristisch, aber die malerische Lage direkt am Lago Lacar und inmitten eines Gebirgstals haben den Aufenthalt mehr als lohnend gestaltet. San Martin hat eher etwas von Garmisch, als von einem argentinischen Bergdorf.
Von hier unternahmen wir einige Tagesausfluege, unter anderem zum Lago Lolog. Da ist ein Nationalpark und wieder einer dieser atemberaubenden Seen. Auf der Rueckfahrt macht es auf einmal Klack-Klack-......... und hoert gar nicht mehr auf: die Unterbodenverkleidung hatte drei ihrer vier Schrauben verloren und hing also nur noch an einer Ecke fest. Dann war das auch noch die hintere Schraube, so dass wir eine kleine Schaufel mit uns herumschleppten. So konnten wir auf keinen Fall weiter fahren. Also kam Cori auf die super Idee (und ich sage das hier vollkommen ohne Ironie, denn die Idee war SUPER), die Unterbodenverkleidung mit einer Plastiktuete zu befestigen. Die 60 km nach San Martin hat die dann auch ueberraschenderweise gehalten.
Um es kurz zu machen: Auto repariert und alles wieder in Butter. Sind dann am naechsten Tag ueber den 7-Seen Weg nach Villa la Angostura gefahren. Wieder ein kleines bayerisches Bergdorf am Lago Nahuel Huapi. Haben da eine tolle Zeit in einem Oma-Hostel verbracht. Mit Blick direkt auf den See.
Jetzt sind wir mittlerweile wieder in Gral Roca bei Matias. morgen geht es nach Ushuaia fuer einige Tage und dann auf eine kleine Bootsfahrt fuer 4 Tage. Trekking und so komische Antarktis-Ausfluege denke ich :P
Das wars von uns. Bis bald und hoffentlich ist fuer euch der Winter auch bald vorbei. Hab jetzt keine Lust mir diesen Schmarrn noch einmal durchzulesen, daher gilt: Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten.
lg,
JJ und CK
Freitag, 20. März 2009
Montag, 9. März 2009
Chile es macanudo!!
leider koennen wir in zukunft keine bilder mehr hochladen, weil wir
jedes zusaetzliche gewicht elemeniert haben. darunter fiel auch der laptop.
sind seit letzter woche mit matias unterwegs. ein freund aus muenchen. er kommt und wohnt jetzt wieder in suedamerika. sind zuerst nach neuquen (argentinien) geflogen und haben dort die gegend erkundet. eine bergige mondlandschaft. nur dass die erde rot oder gelb ist. ein fluss naehrt ein schmales stueck land. dort wohnen menschen und leben von der apfelernte. der rest ist nomansland. die stille ist dort allgegenwaertig, dass es einem ganz anders wird. sogar wildpferde sind uns auf der strasse entgegengekommen.
der naechste ausflug ging in das dinosauriermuseum. man hat dort riesige fussabdruecke im boden gefunden. der ist recht lehmig, deswegen blieb es erhalten, genauso wie fast vollstaendige skelette.
sehr beeindruckend, wenn bis zu 15 m riesige skelette einen anschielen.
unsere naechste mission war, matias nach chile zu bringen und seine eltern zu besuchen. die strecke von neuquen bis nach puerto montt ist knapp 1000 km. haben diesen rutsch an einem tag gemacht. die fahrt war irre schoen. die landschaft hat sich allmaehlich veraendert. hoehrer bergen und mehr wasser. die seen haben sich so weit gezogen, dass man erst meinte, es ist ein meer oder ein langer fluss. alles wurde gruener. in bariloche sieht es ein bisschen aus wie in der schweiz. die haeuser koennten auch in deutschland stehen. davor liegt ein stahlblauer see mit schneebergen umsaeumt. viele touristen dort. uns war es eher zuwider. doch wir wuerden die stadt nocheinmal ansteuern muessen. die geschichte kommt gleich.
die anden sind die natuerliche grenze zwischen chile und argentinien.
chile ist das reichste land in suedamerika. argentinien wurde immer wieder hart gebeutelt. zuletzt die entwertung des pesos vor ein paar jahren.
die grenze macht um 21h zu. wir hatten es uns ziemlich gemuetlich eingeplant, haben noch kurz davor einen eiskaffee getrunken. (wir wurden hoeflichst drauf hingewiesen, als wir in spanisch "un cafe de helado" bestellt haben, dass er eiskaffee heisst. die gegend ist wahnsinnig deutsch. gartenzwerge, deutsche lokalnamen...)
an der grenze wurde uns mitgeteilt, dass wir nach chile nur mit einer genehmigung von der autovermietung einreisen duerfen. diese wiederum meinte, es dauert an die 3 tage. waren ziemlich genervt, wollten nicht in der teuren touristengegend soviele tage verplempern. zum glueck gab es in bariloche ein anderes auto mit der chilelizenz. das hiess wiederum, dass wir in kuerzester zeit wieder durch die anden 150 km zurueckfahren mussten. und wieder zurueck... haben es tatsaechlich geschafft. (ich hab uns schon im auto an der grenze pennen gesehen) um 21.10h sind wir angerueckt und sie haben uns nach gruendlicher kontrolle passieren lassen.
waren total erschoepft, weil wir nocheinmal 200 km nach puerto montt hatten.. insgesamt waren wir fast 20 h unterwegs..
so gut hab ich (ach ja: ich bin heute cori) noch nie geschlafen.
hier wurden wir soo gastfreundlich aufgenommen. sind sogar aufs land eingeladen worden. ein onkel wohnt dort. drum herum nur natur, kuehe, waelder.
sah schon wieder recht aehnlich zu den alpen aus, aber dann hat man im hintergrund vulkane gesehen. haben einen strand gefunden. so einen tollen hab ich noch nie gesehen. der weg dorthin war recht abenteuerlich. schmale holprige landstrassen durch die bergwaelder. weit und breit wohnt niemand.
der strand ging bestimmt 25 km lang. doch das wasser war soo kalt und auch die unterstroemungen darf man nicht unterschaetzen.
morgen besteigen wir einen vulkan und fahren dann fuer ein paar tage auf die insel chiloe. die groesste insel chiles (anm. d. red.: ganz suedamerikas). die haeuser sind angeblich knallbunt und stehen auf stelzen.
mehr darueber ein anderes mal....
jedes zusaetzliche gewicht elemeniert haben. darunter fiel auch der laptop.
sind seit letzter woche mit matias unterwegs. ein freund aus muenchen. er kommt und wohnt jetzt wieder in suedamerika. sind zuerst nach neuquen (argentinien) geflogen und haben dort die gegend erkundet. eine bergige mondlandschaft. nur dass die erde rot oder gelb ist. ein fluss naehrt ein schmales stueck land. dort wohnen menschen und leben von der apfelernte. der rest ist nomansland. die stille ist dort allgegenwaertig, dass es einem ganz anders wird. sogar wildpferde sind uns auf der strasse entgegengekommen.
der naechste ausflug ging in das dinosauriermuseum. man hat dort riesige fussabdruecke im boden gefunden. der ist recht lehmig, deswegen blieb es erhalten, genauso wie fast vollstaendige skelette.
sehr beeindruckend, wenn bis zu 15 m riesige skelette einen anschielen.
unsere naechste mission war, matias nach chile zu bringen und seine eltern zu besuchen. die strecke von neuquen bis nach puerto montt ist knapp 1000 km. haben diesen rutsch an einem tag gemacht. die fahrt war irre schoen. die landschaft hat sich allmaehlich veraendert. hoehrer bergen und mehr wasser. die seen haben sich so weit gezogen, dass man erst meinte, es ist ein meer oder ein langer fluss. alles wurde gruener. in bariloche sieht es ein bisschen aus wie in der schweiz. die haeuser koennten auch in deutschland stehen. davor liegt ein stahlblauer see mit schneebergen umsaeumt. viele touristen dort. uns war es eher zuwider. doch wir wuerden die stadt nocheinmal ansteuern muessen. die geschichte kommt gleich.
die anden sind die natuerliche grenze zwischen chile und argentinien.
chile ist das reichste land in suedamerika. argentinien wurde immer wieder hart gebeutelt. zuletzt die entwertung des pesos vor ein paar jahren.
die grenze macht um 21h zu. wir hatten es uns ziemlich gemuetlich eingeplant, haben noch kurz davor einen eiskaffee getrunken. (wir wurden hoeflichst drauf hingewiesen, als wir in spanisch "un cafe de helado" bestellt haben, dass er eiskaffee heisst. die gegend ist wahnsinnig deutsch. gartenzwerge, deutsche lokalnamen...)
an der grenze wurde uns mitgeteilt, dass wir nach chile nur mit einer genehmigung von der autovermietung einreisen duerfen. diese wiederum meinte, es dauert an die 3 tage. waren ziemlich genervt, wollten nicht in der teuren touristengegend soviele tage verplempern. zum glueck gab es in bariloche ein anderes auto mit der chilelizenz. das hiess wiederum, dass wir in kuerzester zeit wieder durch die anden 150 km zurueckfahren mussten. und wieder zurueck... haben es tatsaechlich geschafft. (ich hab uns schon im auto an der grenze pennen gesehen) um 21.10h sind wir angerueckt und sie haben uns nach gruendlicher kontrolle passieren lassen.
waren total erschoepft, weil wir nocheinmal 200 km nach puerto montt hatten.. insgesamt waren wir fast 20 h unterwegs..
so gut hab ich (ach ja: ich bin heute cori) noch nie geschlafen.
hier wurden wir soo gastfreundlich aufgenommen. sind sogar aufs land eingeladen worden. ein onkel wohnt dort. drum herum nur natur, kuehe, waelder.
sah schon wieder recht aehnlich zu den alpen aus, aber dann hat man im hintergrund vulkane gesehen. haben einen strand gefunden. so einen tollen hab ich noch nie gesehen. der weg dorthin war recht abenteuerlich. schmale holprige landstrassen durch die bergwaelder. weit und breit wohnt niemand.
der strand ging bestimmt 25 km lang. doch das wasser war soo kalt und auch die unterstroemungen darf man nicht unterschaetzen.
morgen besteigen wir einen vulkan und fahren dann fuer ein paar tage auf die insel chiloe. die groesste insel chiles (anm. d. red.: ganz suedamerikas). die haeuser sind angeblich knallbunt und stehen auf stelzen.
mehr darueber ein anderes mal....
Freitag, 27. Februar 2009
Bienvenido a Tierra Satan
Vorletztes Wochenende hatten Cori und ich genug vom Stadtleben und haben uns auf eine spirituelle Reise begeben: Tierra Santa (was soviel heißt wie Heiliges Land) war unser Ziel. Das ganze entpuppte sich als biederes Disneyland für Christen.
Zunächst waren wir fast entäuscht: keine Quietschbunten Jesus-Figuren zum mit-nach-Hause-nehmen. Keine Live-Kreuzigung (für mich persönlich das Traurigste). Keine Achterbahn, die einen von der Genesis in die Apokalypse fährt. Traurig, traurig. Aber schließlich sind wir hier ja nicht in den USA.
Dann doch ein Lichtblick: Auf einmal ohrenbetäubender Lärm aus den Lautsprechern, die unter den Blättern der Pappmaschépalmen hingen: Haaaalleluja, Halleluja - Halleeeeeeluja. Aus dem Plastikberg kommt eine riesige Jesusstatue herausgefahren. Der überdimensionale König der Juden aus Plastik dreht sich einmal nach links, einmal nach rechts und segnet damit das Land mit seinen ausgebreiteten Armen. Eine dicke Frau war so ergriffen, dass sie heulend in der Ecke saß...
Die Bilder sind übrigens gegen 19:00 abends entstanden. Es war so heiß, dass es fast nicht zum Aushalten war. Abkühlung versprachen nur eine der zahlreichen Shows, von denen wir uns letztendlich nur eine angesehen haben: la creacion de luz. Das war mit Abstand der größte Quatsch, den ich je gesehen habe. Nach einer Lasershow werden die ersten Passagen der Bibel vom Tonband abgespielt. Am Anfang war das Licht usw. Am ersten Tag etc...

Das ganze gipfelte dann natürlich in Adam, der aus dem Boden gefahren kam und Eva, die aus dem Gebüsch hervohüpfte. Ziemlich schräge Nummer das ganze. Im Hintergrund eine Herde Tiere. Auch aus Plastik versteht sich. Die hatten sogar kleine Bewegungsabläufe eingebaut: Elefant hebt Rüssel, senkt ihn wieder. Giraffe schaut nach oben, dann nach unten. Gorilla bewegt sogar die Augen und Nüstern. Nur anscheinend konnten die Tiere in der Bibel nicht selbst laufen und mussten auf Rollbrettern rumgeschoben werden.
Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, diese Reise in das Heilige Land. Seltsam nur, dass der Park für die eigentliche Zielgruppe mit 20 Pesos viel zu teuer ist. Außerdem liegt er strategisch schlecht: zwischen Freibad, Flughafen und Golfplatz.Achja: Lustig auch, dass eine der römischen Wachen Jesu einen KFC Schenkel in der Hand hatte. Hab überall nach dem Bucket oder dem Colonel gesucht, ihn aber nicht gefunden.
Jetzt ist Akku leer und die Leute hier im Cafe schon sauer. Bis bald!
Dienstag, 24. Februar 2009
Wieder zurück in BA
Heute mussten wir mal zur Abwechslung ins Internetcafe gehen, da unser Internet zu Hause ausgefallen ist. Ist grad nicht so praktisch. Drei Cafes haben wir eben schon besucht und immer (nachdem wir unseren Kaffee bestellt hatten) festgestellt, dass deren WiFi ausgefallen war. Also haben wir einen richtig schönen Koffein-Schub.
Dieses Wochenende waren wir in Punta del Este, Uruguay. Eigentlich ein Scheißort: nur neureiche Argentinier und Ballermann Atmosphäre. Die haben es wirklich binnen kürzester Zeit (ca. 10 Jahre) geschafft, eine wunderschöne Küste zu ruinieren. Aber das Meer war trotzdem toll. Haben bei Hubertus (einem Bekannten) gewohnt, der eine wirklich nette Finka hat.

Und einen richtigen Orkan haben wir auch mitgekriegt. Den ganzen Sonntag hat es geregnet und gestürmt, dass wir vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten waren. Wir beiden Helden/Naturburschen dachten uns: "lass uns doch einfach mal mit dem Auto rumfahren. Vielleicht ist das ja nur ein lokaler Wind." Dann mussten wir feststellen, dass jede Straße irgendwann einfach unbefahrbar wurde. Das Wasser stieg stellenweise bis zu einem halben Meter an.
Da ich die Bilder von der Kamera noch nicht übetragen habe, gibts hier noch ein paar BA Impressionen. Die Blume ganz oben öffnet und schließt sich tatsächlich. Wurde von einem bekannten Architekten (Name fällt mir gerade nicht ein) gebaut. Achja: hat jemand diesen Hund gesehen?
Sonntag, 15. Februar 2009
Friedhof = frittierter Hof?
Gestern haben wir unser erstes einigermaßen komplexeres Gespräch mit einem Argentinier geführt: mit unserem Taxifahrer auf dem Weg nach Tierra Santa (ein Vergnügungspark für Christen. Davon aber in einem späteren Post mehr Details.)
War eigentlich ganz gut, bis auf dass die unregelmäßigen Verben in den verschiedenen Zeiten nicht wirklich den Weg von meinem Hirn zum Mund finden. Aber das wird schon. Auf Andreas' Hinweis hin habe ich mir jetzt Spanish Language Coach für den DS besorgt. Habs noch nicht ausprobiert, aber kann eigentlich nur gut sein. Gerade Vokabeln muss ich im Moment verstärkt lernen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Wochen besser wird.
Auf den Bildern hier ist der Friedhof in Recoleta zu sehen. Das ist auch der, auf dem Evita Peron begraben liegt. Das Grab haben wir zwar nicht direkt besucht (kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das spo sehenswert ist), aber ist trotzdem ne schräge Sache, da über den Friedhof zu schlendern. Die Gräber sind entweder große mausoleum-ähnliche edificios oder große Blocks mit vielen Schubfächern. Was man fast immer sieht sind die Särge hinter Glas. Und da der Friedhof sich nicht wirklich in mint-condition befindet, kann man auch durch aufgebrochene Steinplatten in die Schubfächer blicken.
Leichen sieht man dabei zwar nicht, aber es fällt viel schwieriger, den Eindruck zu abstrahieren. In Deutschland haben Friedhöfe immer etwas beruhigendes für mich. Sieht man aber die Särge und manchmal sogar ein Foto des/der Verstorbenen, dann wird einem erst bewusst, dass hier wirklich tote liegen.Auch witzig: Der Friedhof wimmelt nur von streunenden Katzen. Ob die wohl an den Kadavern naschen? Werden wahrschienlich von den Friedhofswärtern und Horden von Touristen gefüttert.
Auch da: hunderte von kleinen Fliegen. Ich musste immer wieder auf meine Brille und mein Objektiv pusten, um die kleinen Biester runterzubekommen und nicht immer schwarze Punkte im Sichtfeld zu haben.Ein Tag später hatten wir dann ein Wiedersehen mit den Kleinen: zuerst waren wir in einem Sushi Laden am Hafen. Unsere Gläser waren in Kürzester Zeit befallen von den Viechern. Danach sind wir in ein Schwimmbad auf dem Dach eines Hotels in der Nähe. Ich voll ausgestattet mit Schwimmbrille und Nasenkneifer.
Schwimme also meine Runden. Wohlgemerkt ohne Nasenkneifer, weil das mir in dem Moment doch fast ein bisschen peinlich war. Hätte ich mich doch lieber als Weichei geoutet. Hatte nämlich ohne Brille nicht bemerkt, dass der ganze Pool eine zähflüssige Masse war: Überall tote kleine Fliegenleichen, die beim am Körper kleben geblieben sind. Will nicht wissen, wie viele ich beim Schwimmen verschluckt oder durch die Nase eingeatmet habe.
Auch auf den Liegen wurde man die Biester nicht los. Überall juckte es. Die müssen gewusst haben, wie gerne ich Insekten mag.War trotzdem eine Genugtuung, dass selbst Cori ein bisschen angewidert war. Also doch kein soooo großes Weichei :P
Die Pyramide links gehört übrigens auch zu den eher ausgefallenen Gräbern in Recoleta. Wie war das nochmal: Wenn man alle Pyramiden in London auf einer Karte verbinden würde, bildet das ein Pentagramm. Oder waren das Obelisken? Kann mich da gerade nicht so genau erinnern. Ist auch egal, die Illuminaten sind sowieso überall.
Ich geh mal wieder Vokabeln lernen. Als Abschluss noch Coris Lieblingsfoto: "Ich weine Spinnweben."
Bis bald
-JJ
Dienstag, 10. Februar 2009
BA, wieder mal Regen, aber die Frisur sitzt...

...oder auch nicht. Von der Luftfeuchtigkeit hat man richtig einen Afro aufsitzen. Der heutige Regen arbeitet da ganz gut dagegen. Wie zwei nasse Pudel sehen wir aus. Und riechen auch ein bisschen so. Standen auch schon vergebens vor der verschlossenen Tür des Malba Museums.

Naja, Zeit um wieder ein paar Bilder online zu stellen. Und auch um die neuen Vokabeln und Grammatik zu lernen. Echt heavy die Sprache. Leider verstehen wir im Alltag immer noch sehr wenig. Aber was will man nach 1, 5 Wochen Sprachkurs auch verlangen.Wir sind in getrennten Gruppen, da Julian bei den Fortgeschrittenen ist und ich bei den blutigen Anfängern sitze.
Letztens standen wir ganz fasziniert im Supermarkt. Zum einen, dass sogar hier Jesus einen Sonderposten bekommt, um gehuldigt zu werden. Und zum anderern über das "no hay monetas"Schild, was soviel bedeutet: "es gibt hier keine Münzen".
Meine Lehrerin hat mir daraufhin erklärt,dass in B.A. akkuter Münzmangel herrscht. Es wurden vor kurzem ca. 3 Mio. Pesos in Münzen aus einer Bank geklaut und nun weiß die Regierung immer noch nicht,was sie machen soll (nachprägen oder nicht). Man wird also gebeten, passend zu zahlen oder es wird auf- abgerundet. Ok...Was natürlich teilweise ausgenutzt wird...
PS: Hier bisher das einzige Bild auf dem ich auch zu sehen bin (JJ)
Sonntag, 8. Februar 2009
Zwei Wochen und erst ein Lebenszeichen?!......Pfffff

So, jetzt gibts erstmalig ein kleines Lebenszeichen von Cori und mir. BA ist wirklich wahnsinn! Wir wohnen total romantisch über einer kleinen Bibliothek/Buchladen, die/der den Januar über geschlossen hat. Anscheinend wird in den Sommermonaten (=unsere Wintermonate, für alle die sich das Nord-Süd-Hemisphären-Prinzip noch nicht vergegenwertigt haben) Buenos Aires von allen seinen Einwohnern verlassen. Die ganzen Argentinier - zumindest die, die es sich leisten können - strömen an die hiesigen Strände und warten, bis die Hitze vorbei ist. Und tatsächlich, viel ist nicht los hier auf den Straßen.
Während ich gerade diese Zeilen schreibe sitze ich, erfrischt durch einen kleinen Ventilator, in unserem kleinen Zimmerchen und blicke auf einen wunderschönen, mit Pflanzen überwucherten Innenhof. Unsere kleine Wohnung ist im Bario Norte. Zwar nicht die angesagteste Gegend, aber noch weit genug im Zentrum, so dass es nicht mühsam wird. Und Taxis sind hier sowieso sowas von günstig, dass man die öffentlichen Verkehrsmittel fast gar nicht nutzen muss. Eine etwa 15 minütige Fahrt von hier nach Palermo Viejo (das Kreuzberg//Hackney/Glockenbach von BA) kostet etwa vier Euro.Und der rote Kringel auf dem folgenden Foto zeigt unser Fenster von außen bzw. das Hexenhäuschen von außen:

Und wieder einmal haben wir eine Katze. In Spanien und New York hatten wir immer eine Katze. Hier Cori vor unserer Haustür mit Simón:
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