...und damit meine ich nicht den deutschen Vornamen. Extraños muessen 124 Soles dafuer blechen! Soviel zahlt man nicht mal fuer eine Uebernachtung hier. Na mal sehen, ob es sich lohnt. Stehen morgen gaaaaanz frueh auf (so gegen 4:30) und versuchen die Ersten vor den ganzen anderen widerlichen Touristen zu sein. Wird aber sicher trotzdem schlimmer als am Stachus (Berliner ersetzen den bitte mit Alexanderplatz) zur Rush Hour.
Geschlafen wird heute Nacht in Aguas Calientes, einem der haesslichsten und uncharismatischsten Orte der Welt. Hier ist alles auf Massentourismus ausgelegt. Da kommt einem gleich der Ekel hoch.
Dafuer war die Reise hierher ein Traum. Das peruanische Hochland hat wirklich unglaublich viele Gesichter. Ganz anders als in Arequipa gibts hier nicht Sand und Steine, sondern Dschungel und Fluesse. Zunaechst sind wir mit dem Bus von Cuzco nach Ollento (bei dem Namen bin ich mir gerade nicht hundert pro) und dann weiter mit einem kleinen Wackelzug. In weniger als 4 Stunden hat man dann schon jede Zivilisation hinter sich gelassen. Bis wir dann hier in A.C. angekommen sind. Aber wir bleiben hier ja auch nur kurz. Morgen gehts schon wieder zurueck nach Cuzco. Und am Montag sind wir dann schon in La Paz (fuer die Geographiedeppen, wie ich es einer bin: Hauptstadt von Bolivien, angeblich die hoechste Stadt der Welt).
Samstag, 11. April 2009
Sonntag, 5. April 2009
Los dos im Hoehenrausch!
Gerade sind wir in Arequipa, Zentralperu. Nach einem traumhaften Tag in Huacachin (einer Oase eingeschlossen von riesigen Sandduenen bei Ica) und einer weniger traumhaften Busfahrt sind wir im peruanischen Hochland angekommen. Wobei so hoch ist das ganze noch gar nicht. In Cuzco wird das sicherlich noch mal ne Spur heftiger. Aber selbst hier (etwa 3500 Meter ueber dem Meeresspiegel) merkt man schon den Unterschied. Gestern waren wir auf jeden Fall zu gar nichts zu gebrauchen. Kurz was gegessen und um 19:00 ins Bett. Jay!
Dafuer heute schon ein bisschen was anspruchsvolleres gemacht. Hier gibt es ein altes Kloster, das fast 400 Jahre lang der Oeffentlichkeit nicht zugaenglich war und quasi komplett abgeschnitten von der Aussenwelt existiert hat. Ist wie eine eigene Stadt konzipiert. War aber ganz interessant. Auch wenn der Eintrittspreis von 30 nuevo soles (umgerechnet 10 Dollar) doch ein bisschen happig war. Zum Vergleich: soviel zahlen wir hier zusammen fuer ein Essen mir mehreren Gaengen und Getraenken.
Arequipa selber ist total schoen. Auch wenn es neben uns noch gefuehlte 20.000 andere Touris gibt, hat das ganze doch noch einen sehr eigenen Charme. Zumindest die Teile, die wir bisher gesehen haben. Ich bin mir sicher, dass Arequipa wohl sehr viel von seinem pituresquen Charme einbuessen wuerde, wenn wir die umliegenden Villas besuchen wuerden, wo der Grossteil der 190.000 Einwohner wohnt.
Zeitlich haben wir das ganze gerade eigentlich ganz gut abgepasst. Heute beginnt die Semana Santa, die in ganz Peru mit grossen Prozessionen und Festivitaeten in der Stadt begangen wird. Vielleicht nehmen wir da auch noch mal Teil, wenn wir nicht wieder um 19:00 ins Bett fallen.
Dafuer heute schon ein bisschen was anspruchsvolleres gemacht. Hier gibt es ein altes Kloster, das fast 400 Jahre lang der Oeffentlichkeit nicht zugaenglich war und quasi komplett abgeschnitten von der Aussenwelt existiert hat. Ist wie eine eigene Stadt konzipiert. War aber ganz interessant. Auch wenn der Eintrittspreis von 30 nuevo soles (umgerechnet 10 Dollar) doch ein bisschen happig war. Zum Vergleich: soviel zahlen wir hier zusammen fuer ein Essen mir mehreren Gaengen und Getraenken.
Arequipa selber ist total schoen. Auch wenn es neben uns noch gefuehlte 20.000 andere Touris gibt, hat das ganze doch noch einen sehr eigenen Charme. Zumindest die Teile, die wir bisher gesehen haben. Ich bin mir sicher, dass Arequipa wohl sehr viel von seinem pituresquen Charme einbuessen wuerde, wenn wir die umliegenden Villas besuchen wuerden, wo der Grossteil der 190.000 Einwohner wohnt.
Zeitlich haben wir das ganze gerade eigentlich ganz gut abgepasst. Heute beginnt die Semana Santa, die in ganz Peru mit grossen Prozessionen und Festivitaeten in der Stadt begangen wird. Vielleicht nehmen wir da auch noch mal Teil, wenn wir nicht wieder um 19:00 ins Bett fallen.
Mittwoch, 1. April 2009
Linda Lima!
Wieder ein Eintrag mit gaehnend langweiligem Text und keinem einzigen Bildchen, um die Netzhaut zu stimulieren! Wir sind (wie sich unschwer aus der Ueberschrift erkennen laesst) gerade in Lima und jetzt auch wieder gesund. Cori und mich hatte eine kleine Grippe heimgesucht.
Nun sind wir also in Peru und es ist wieder einmal macanudo! Und jetzt kann ich ja die Bombe platzen lassen: Lima gefaellt uns so gut, dass wir hier bleiben. Cori macht ein Reformhaus/Bioladen auf und im Hinterzimmer eroeffne ich ein Geschaeft fuer Video Games. Haben schon alles geregelt: die Geschaeftsraeume in San Isidro, die Unterkunft, einfach alles. Wir haben sogar das Schild fuer das Geschaeft bereits bestellt. In grossen Lettern, die aus Obst und Gemuese bestehen werden, wird "Organic Games" geschrieben stehen.
Ich frage mich, warum da nicht schon wer vor uns drauf gekommen ist. Ein Bio-Games Laden. Wird hier sicher einschlagen wie eine Bombe. Also dann bye-bye Deutschland-Wetter, hola Lima-Klima.
Nun sind wir also in Peru und es ist wieder einmal macanudo! Und jetzt kann ich ja die Bombe platzen lassen: Lima gefaellt uns so gut, dass wir hier bleiben. Cori macht ein Reformhaus/Bioladen auf und im Hinterzimmer eroeffne ich ein Geschaeft fuer Video Games. Haben schon alles geregelt: die Geschaeftsraeume in San Isidro, die Unterkunft, einfach alles. Wir haben sogar das Schild fuer das Geschaeft bereits bestellt. In grossen Lettern, die aus Obst und Gemuese bestehen werden, wird "Organic Games" geschrieben stehen.
Ich frage mich, warum da nicht schon wer vor uns drauf gekommen ist. Ein Bio-Games Laden. Wird hier sicher einschlagen wie eine Bombe. Also dann bye-bye Deutschland-Wetter, hola Lima-Klima.
Freitag, 20. März 2009
Der Auto GAU!
Jetzt ist unser letzter Eintrag schon fast 2 Wochen her. Also ist es Zeit fuer ein weiteres Update. Leider wieder ohne Fotos und nur mit stinklangweiligem Text. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren wir bei unserem letzten Eintrag bei Matias' Familie in Pueto Montt (Chile). Danach sind wir (nach einem kurzen und etwas enttaeuschenden Trip nach Chiloe) mit dem Auto Richtung Norden gefahren. Am Lago Pirihueico sind wir dann mit dem Boot wieder nach Argentinien uebergesetzt. Der See (wie die meisten Seen in dieser Gegend) sind Gebirgseen in den Anden: Glasklares und eiskaltes Wasser und atemberaubende ("breathtaking, simply breathtaking") Landschaft.
Auf dem Weg von der Faehre zur chilenischen Grenze dann auf einmal ein lautes Klappern aus dem Radkasten. "Wahrscheinlich ein Ast" sagt Cori noch. Aber als ich ausgestiegen war der Schreck: ein gefuehlt 10 Meter langer und Daumen-dicker rostiger Nagel steckte in unserem linken Hinterreifen. Machte dann auch ganz laut "Pffffffff" als ich ihn rausgezogen hatte. Also Ersatzrad raus und Wagenheber aus der Filzumhuellung nehmen. Dann waren wir doch etwas verwirrt, wie wir den einsetzen sollten. Ist ja nicht so, dass ich noch nie einen Reifen gewechselt habe, aber das liegt schon einige Jaehrchen zurueck. Und dann auch noch auf einer dieser typisch-suedamerikanischen Staupisten. Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende kamen dann ein paar freundliche chilenische Polizisten in ihrem Pick-Up vorbei und haben uns den Reifen in 5 Minuten gewechselt. Also alles kein grosses Problem.
Danach ging es zunaechst nach San Martin de los Andes, einem kleinen Ort in den Anden. Zwar sehr touristisch, aber die malerische Lage direkt am Lago Lacar und inmitten eines Gebirgstals haben den Aufenthalt mehr als lohnend gestaltet. San Martin hat eher etwas von Garmisch, als von einem argentinischen Bergdorf.
Von hier unternahmen wir einige Tagesausfluege, unter anderem zum Lago Lolog. Da ist ein Nationalpark und wieder einer dieser atemberaubenden Seen. Auf der Rueckfahrt macht es auf einmal Klack-Klack-......... und hoert gar nicht mehr auf: die Unterbodenverkleidung hatte drei ihrer vier Schrauben verloren und hing also nur noch an einer Ecke fest. Dann war das auch noch die hintere Schraube, so dass wir eine kleine Schaufel mit uns herumschleppten. So konnten wir auf keinen Fall weiter fahren. Also kam Cori auf die super Idee (und ich sage das hier vollkommen ohne Ironie, denn die Idee war SUPER), die Unterbodenverkleidung mit einer Plastiktuete zu befestigen. Die 60 km nach San Martin hat die dann auch ueberraschenderweise gehalten.
Um es kurz zu machen: Auto repariert und alles wieder in Butter. Sind dann am naechsten Tag ueber den 7-Seen Weg nach Villa la Angostura gefahren. Wieder ein kleines bayerisches Bergdorf am Lago Nahuel Huapi. Haben da eine tolle Zeit in einem Oma-Hostel verbracht. Mit Blick direkt auf den See.
Jetzt sind wir mittlerweile wieder in Gral Roca bei Matias. morgen geht es nach Ushuaia fuer einige Tage und dann auf eine kleine Bootsfahrt fuer 4 Tage. Trekking und so komische Antarktis-Ausfluege denke ich :P
Das wars von uns. Bis bald und hoffentlich ist fuer euch der Winter auch bald vorbei. Hab jetzt keine Lust mir diesen Schmarrn noch einmal durchzulesen, daher gilt: Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten.
lg,
JJ und CK
Auf dem Weg von der Faehre zur chilenischen Grenze dann auf einmal ein lautes Klappern aus dem Radkasten. "Wahrscheinlich ein Ast" sagt Cori noch. Aber als ich ausgestiegen war der Schreck: ein gefuehlt 10 Meter langer und Daumen-dicker rostiger Nagel steckte in unserem linken Hinterreifen. Machte dann auch ganz laut "Pffffffff" als ich ihn rausgezogen hatte. Also Ersatzrad raus und Wagenheber aus der Filzumhuellung nehmen. Dann waren wir doch etwas verwirrt, wie wir den einsetzen sollten. Ist ja nicht so, dass ich noch nie einen Reifen gewechselt habe, aber das liegt schon einige Jaehrchen zurueck. Und dann auch noch auf einer dieser typisch-suedamerikanischen Staupisten. Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende kamen dann ein paar freundliche chilenische Polizisten in ihrem Pick-Up vorbei und haben uns den Reifen in 5 Minuten gewechselt. Also alles kein grosses Problem.
Danach ging es zunaechst nach San Martin de los Andes, einem kleinen Ort in den Anden. Zwar sehr touristisch, aber die malerische Lage direkt am Lago Lacar und inmitten eines Gebirgstals haben den Aufenthalt mehr als lohnend gestaltet. San Martin hat eher etwas von Garmisch, als von einem argentinischen Bergdorf.
Von hier unternahmen wir einige Tagesausfluege, unter anderem zum Lago Lolog. Da ist ein Nationalpark und wieder einer dieser atemberaubenden Seen. Auf der Rueckfahrt macht es auf einmal Klack-Klack-......... und hoert gar nicht mehr auf: die Unterbodenverkleidung hatte drei ihrer vier Schrauben verloren und hing also nur noch an einer Ecke fest. Dann war das auch noch die hintere Schraube, so dass wir eine kleine Schaufel mit uns herumschleppten. So konnten wir auf keinen Fall weiter fahren. Also kam Cori auf die super Idee (und ich sage das hier vollkommen ohne Ironie, denn die Idee war SUPER), die Unterbodenverkleidung mit einer Plastiktuete zu befestigen. Die 60 km nach San Martin hat die dann auch ueberraschenderweise gehalten.
Um es kurz zu machen: Auto repariert und alles wieder in Butter. Sind dann am naechsten Tag ueber den 7-Seen Weg nach Villa la Angostura gefahren. Wieder ein kleines bayerisches Bergdorf am Lago Nahuel Huapi. Haben da eine tolle Zeit in einem Oma-Hostel verbracht. Mit Blick direkt auf den See.
Jetzt sind wir mittlerweile wieder in Gral Roca bei Matias. morgen geht es nach Ushuaia fuer einige Tage und dann auf eine kleine Bootsfahrt fuer 4 Tage. Trekking und so komische Antarktis-Ausfluege denke ich :P
Das wars von uns. Bis bald und hoffentlich ist fuer euch der Winter auch bald vorbei. Hab jetzt keine Lust mir diesen Schmarrn noch einmal durchzulesen, daher gilt: Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten.
lg,
JJ und CK
Montag, 9. März 2009
Chile es macanudo!!
leider koennen wir in zukunft keine bilder mehr hochladen, weil wir
jedes zusaetzliche gewicht elemeniert haben. darunter fiel auch der laptop.
sind seit letzter woche mit matias unterwegs. ein freund aus muenchen. er kommt und wohnt jetzt wieder in suedamerika. sind zuerst nach neuquen (argentinien) geflogen und haben dort die gegend erkundet. eine bergige mondlandschaft. nur dass die erde rot oder gelb ist. ein fluss naehrt ein schmales stueck land. dort wohnen menschen und leben von der apfelernte. der rest ist nomansland. die stille ist dort allgegenwaertig, dass es einem ganz anders wird. sogar wildpferde sind uns auf der strasse entgegengekommen.
der naechste ausflug ging in das dinosauriermuseum. man hat dort riesige fussabdruecke im boden gefunden. der ist recht lehmig, deswegen blieb es erhalten, genauso wie fast vollstaendige skelette.
sehr beeindruckend, wenn bis zu 15 m riesige skelette einen anschielen.
unsere naechste mission war, matias nach chile zu bringen und seine eltern zu besuchen. die strecke von neuquen bis nach puerto montt ist knapp 1000 km. haben diesen rutsch an einem tag gemacht. die fahrt war irre schoen. die landschaft hat sich allmaehlich veraendert. hoehrer bergen und mehr wasser. die seen haben sich so weit gezogen, dass man erst meinte, es ist ein meer oder ein langer fluss. alles wurde gruener. in bariloche sieht es ein bisschen aus wie in der schweiz. die haeuser koennten auch in deutschland stehen. davor liegt ein stahlblauer see mit schneebergen umsaeumt. viele touristen dort. uns war es eher zuwider. doch wir wuerden die stadt nocheinmal ansteuern muessen. die geschichte kommt gleich.
die anden sind die natuerliche grenze zwischen chile und argentinien.
chile ist das reichste land in suedamerika. argentinien wurde immer wieder hart gebeutelt. zuletzt die entwertung des pesos vor ein paar jahren.
die grenze macht um 21h zu. wir hatten es uns ziemlich gemuetlich eingeplant, haben noch kurz davor einen eiskaffee getrunken. (wir wurden hoeflichst drauf hingewiesen, als wir in spanisch "un cafe de helado" bestellt haben, dass er eiskaffee heisst. die gegend ist wahnsinnig deutsch. gartenzwerge, deutsche lokalnamen...)
an der grenze wurde uns mitgeteilt, dass wir nach chile nur mit einer genehmigung von der autovermietung einreisen duerfen. diese wiederum meinte, es dauert an die 3 tage. waren ziemlich genervt, wollten nicht in der teuren touristengegend soviele tage verplempern. zum glueck gab es in bariloche ein anderes auto mit der chilelizenz. das hiess wiederum, dass wir in kuerzester zeit wieder durch die anden 150 km zurueckfahren mussten. und wieder zurueck... haben es tatsaechlich geschafft. (ich hab uns schon im auto an der grenze pennen gesehen) um 21.10h sind wir angerueckt und sie haben uns nach gruendlicher kontrolle passieren lassen.
waren total erschoepft, weil wir nocheinmal 200 km nach puerto montt hatten.. insgesamt waren wir fast 20 h unterwegs..
so gut hab ich (ach ja: ich bin heute cori) noch nie geschlafen.
hier wurden wir soo gastfreundlich aufgenommen. sind sogar aufs land eingeladen worden. ein onkel wohnt dort. drum herum nur natur, kuehe, waelder.
sah schon wieder recht aehnlich zu den alpen aus, aber dann hat man im hintergrund vulkane gesehen. haben einen strand gefunden. so einen tollen hab ich noch nie gesehen. der weg dorthin war recht abenteuerlich. schmale holprige landstrassen durch die bergwaelder. weit und breit wohnt niemand.
der strand ging bestimmt 25 km lang. doch das wasser war soo kalt und auch die unterstroemungen darf man nicht unterschaetzen.
morgen besteigen wir einen vulkan und fahren dann fuer ein paar tage auf die insel chiloe. die groesste insel chiles (anm. d. red.: ganz suedamerikas). die haeuser sind angeblich knallbunt und stehen auf stelzen.
mehr darueber ein anderes mal....
jedes zusaetzliche gewicht elemeniert haben. darunter fiel auch der laptop.
sind seit letzter woche mit matias unterwegs. ein freund aus muenchen. er kommt und wohnt jetzt wieder in suedamerika. sind zuerst nach neuquen (argentinien) geflogen und haben dort die gegend erkundet. eine bergige mondlandschaft. nur dass die erde rot oder gelb ist. ein fluss naehrt ein schmales stueck land. dort wohnen menschen und leben von der apfelernte. der rest ist nomansland. die stille ist dort allgegenwaertig, dass es einem ganz anders wird. sogar wildpferde sind uns auf der strasse entgegengekommen.
der naechste ausflug ging in das dinosauriermuseum. man hat dort riesige fussabdruecke im boden gefunden. der ist recht lehmig, deswegen blieb es erhalten, genauso wie fast vollstaendige skelette.
sehr beeindruckend, wenn bis zu 15 m riesige skelette einen anschielen.
unsere naechste mission war, matias nach chile zu bringen und seine eltern zu besuchen. die strecke von neuquen bis nach puerto montt ist knapp 1000 km. haben diesen rutsch an einem tag gemacht. die fahrt war irre schoen. die landschaft hat sich allmaehlich veraendert. hoehrer bergen und mehr wasser. die seen haben sich so weit gezogen, dass man erst meinte, es ist ein meer oder ein langer fluss. alles wurde gruener. in bariloche sieht es ein bisschen aus wie in der schweiz. die haeuser koennten auch in deutschland stehen. davor liegt ein stahlblauer see mit schneebergen umsaeumt. viele touristen dort. uns war es eher zuwider. doch wir wuerden die stadt nocheinmal ansteuern muessen. die geschichte kommt gleich.
die anden sind die natuerliche grenze zwischen chile und argentinien.
chile ist das reichste land in suedamerika. argentinien wurde immer wieder hart gebeutelt. zuletzt die entwertung des pesos vor ein paar jahren.
die grenze macht um 21h zu. wir hatten es uns ziemlich gemuetlich eingeplant, haben noch kurz davor einen eiskaffee getrunken. (wir wurden hoeflichst drauf hingewiesen, als wir in spanisch "un cafe de helado" bestellt haben, dass er eiskaffee heisst. die gegend ist wahnsinnig deutsch. gartenzwerge, deutsche lokalnamen...)
an der grenze wurde uns mitgeteilt, dass wir nach chile nur mit einer genehmigung von der autovermietung einreisen duerfen. diese wiederum meinte, es dauert an die 3 tage. waren ziemlich genervt, wollten nicht in der teuren touristengegend soviele tage verplempern. zum glueck gab es in bariloche ein anderes auto mit der chilelizenz. das hiess wiederum, dass wir in kuerzester zeit wieder durch die anden 150 km zurueckfahren mussten. und wieder zurueck... haben es tatsaechlich geschafft. (ich hab uns schon im auto an der grenze pennen gesehen) um 21.10h sind wir angerueckt und sie haben uns nach gruendlicher kontrolle passieren lassen.
waren total erschoepft, weil wir nocheinmal 200 km nach puerto montt hatten.. insgesamt waren wir fast 20 h unterwegs..
so gut hab ich (ach ja: ich bin heute cori) noch nie geschlafen.
hier wurden wir soo gastfreundlich aufgenommen. sind sogar aufs land eingeladen worden. ein onkel wohnt dort. drum herum nur natur, kuehe, waelder.
sah schon wieder recht aehnlich zu den alpen aus, aber dann hat man im hintergrund vulkane gesehen. haben einen strand gefunden. so einen tollen hab ich noch nie gesehen. der weg dorthin war recht abenteuerlich. schmale holprige landstrassen durch die bergwaelder. weit und breit wohnt niemand.
der strand ging bestimmt 25 km lang. doch das wasser war soo kalt und auch die unterstroemungen darf man nicht unterschaetzen.
morgen besteigen wir einen vulkan und fahren dann fuer ein paar tage auf die insel chiloe. die groesste insel chiles (anm. d. red.: ganz suedamerikas). die haeuser sind angeblich knallbunt und stehen auf stelzen.
mehr darueber ein anderes mal....
Freitag, 27. Februar 2009
Bienvenido a Tierra Satan
Vorletztes Wochenende hatten Cori und ich genug vom Stadtleben und haben uns auf eine spirituelle Reise begeben: Tierra Santa (was soviel heißt wie Heiliges Land) war unser Ziel. Das ganze entpuppte sich als biederes Disneyland für Christen.
Zunächst waren wir fast entäuscht: keine Quietschbunten Jesus-Figuren zum mit-nach-Hause-nehmen. Keine Live-Kreuzigung (für mich persönlich das Traurigste). Keine Achterbahn, die einen von der Genesis in die Apokalypse fährt. Traurig, traurig. Aber schließlich sind wir hier ja nicht in den USA.
Dann doch ein Lichtblick: Auf einmal ohrenbetäubender Lärm aus den Lautsprechern, die unter den Blättern der Pappmaschépalmen hingen: Haaaalleluja, Halleluja - Halleeeeeeluja. Aus dem Plastikberg kommt eine riesige Jesusstatue herausgefahren. Der überdimensionale König der Juden aus Plastik dreht sich einmal nach links, einmal nach rechts und segnet damit das Land mit seinen ausgebreiteten Armen. Eine dicke Frau war so ergriffen, dass sie heulend in der Ecke saß...
Die Bilder sind übrigens gegen 19:00 abends entstanden. Es war so heiß, dass es fast nicht zum Aushalten war. Abkühlung versprachen nur eine der zahlreichen Shows, von denen wir uns letztendlich nur eine angesehen haben: la creacion de luz. Das war mit Abstand der größte Quatsch, den ich je gesehen habe. Nach einer Lasershow werden die ersten Passagen der Bibel vom Tonband abgespielt. Am Anfang war das Licht usw. Am ersten Tag etc...

Das ganze gipfelte dann natürlich in Adam, der aus dem Boden gefahren kam und Eva, die aus dem Gebüsch hervohüpfte. Ziemlich schräge Nummer das ganze. Im Hintergrund eine Herde Tiere. Auch aus Plastik versteht sich. Die hatten sogar kleine Bewegungsabläufe eingebaut: Elefant hebt Rüssel, senkt ihn wieder. Giraffe schaut nach oben, dann nach unten. Gorilla bewegt sogar die Augen und Nüstern. Nur anscheinend konnten die Tiere in der Bibel nicht selbst laufen und mussten auf Rollbrettern rumgeschoben werden.
Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, diese Reise in das Heilige Land. Seltsam nur, dass der Park für die eigentliche Zielgruppe mit 20 Pesos viel zu teuer ist. Außerdem liegt er strategisch schlecht: zwischen Freibad, Flughafen und Golfplatz.Achja: Lustig auch, dass eine der römischen Wachen Jesu einen KFC Schenkel in der Hand hatte. Hab überall nach dem Bucket oder dem Colonel gesucht, ihn aber nicht gefunden.
Jetzt ist Akku leer und die Leute hier im Cafe schon sauer. Bis bald!
Dienstag, 24. Februar 2009
Wieder zurück in BA
Heute mussten wir mal zur Abwechslung ins Internetcafe gehen, da unser Internet zu Hause ausgefallen ist. Ist grad nicht so praktisch. Drei Cafes haben wir eben schon besucht und immer (nachdem wir unseren Kaffee bestellt hatten) festgestellt, dass deren WiFi ausgefallen war. Also haben wir einen richtig schönen Koffein-Schub.
Dieses Wochenende waren wir in Punta del Este, Uruguay. Eigentlich ein Scheißort: nur neureiche Argentinier und Ballermann Atmosphäre. Die haben es wirklich binnen kürzester Zeit (ca. 10 Jahre) geschafft, eine wunderschöne Küste zu ruinieren. Aber das Meer war trotzdem toll. Haben bei Hubertus (einem Bekannten) gewohnt, der eine wirklich nette Finka hat.

Und einen richtigen Orkan haben wir auch mitgekriegt. Den ganzen Sonntag hat es geregnet und gestürmt, dass wir vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten waren. Wir beiden Helden/Naturburschen dachten uns: "lass uns doch einfach mal mit dem Auto rumfahren. Vielleicht ist das ja nur ein lokaler Wind." Dann mussten wir feststellen, dass jede Straße irgendwann einfach unbefahrbar wurde. Das Wasser stieg stellenweise bis zu einem halben Meter an.
Da ich die Bilder von der Kamera noch nicht übetragen habe, gibts hier noch ein paar BA Impressionen. Die Blume ganz oben öffnet und schließt sich tatsächlich. Wurde von einem bekannten Architekten (Name fällt mir gerade nicht ein) gebaut. Achja: hat jemand diesen Hund gesehen?
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