Freitag, 20. März 2009

Der Auto GAU!

Jetzt ist unser letzter Eintrag schon fast 2 Wochen her. Also ist es Zeit fuer ein weiteres Update. Leider wieder ohne Fotos und nur mit stinklangweiligem Text. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren wir bei unserem letzten Eintrag bei Matias' Familie in Pueto Montt (Chile). Danach sind wir (nach einem kurzen und etwas enttaeuschenden Trip nach Chiloe) mit dem Auto Richtung Norden gefahren. Am Lago Pirihueico sind wir dann mit dem Boot wieder nach Argentinien uebergesetzt. Der See (wie die meisten Seen in dieser Gegend) sind Gebirgseen in den Anden: Glasklares und eiskaltes Wasser und atemberaubende ("breathtaking, simply breathtaking") Landschaft.

Auf dem Weg von der Faehre zur chilenischen Grenze dann auf einmal ein lautes Klappern aus dem Radkasten. "Wahrscheinlich ein Ast" sagt Cori noch. Aber als ich ausgestiegen war der Schreck: ein gefuehlt 10 Meter langer und Daumen-dicker rostiger Nagel steckte in unserem linken Hinterreifen. Machte dann auch ganz laut "Pffffffff" als ich ihn rausgezogen hatte. Also Ersatzrad raus und Wagenheber aus der Filzumhuellung nehmen. Dann waren wir doch etwas verwirrt, wie wir den einsetzen sollten. Ist ja nicht so, dass ich noch nie einen Reifen gewechselt habe, aber das liegt schon einige Jaehrchen zurueck. Und dann auch noch auf einer dieser typisch-suedamerikanischen Staupisten. Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende kamen dann ein paar freundliche chilenische Polizisten in ihrem Pick-Up vorbei und haben uns den Reifen in 5 Minuten gewechselt. Also alles kein grosses Problem.

Danach ging es zunaechst nach San Martin de los Andes, einem kleinen Ort in den Anden. Zwar sehr touristisch, aber die malerische Lage direkt am Lago Lacar und inmitten eines Gebirgstals haben den Aufenthalt mehr als lohnend gestaltet. San Martin hat eher etwas von Garmisch, als von einem argentinischen Bergdorf.

Von hier unternahmen wir einige Tagesausfluege, unter anderem zum Lago Lolog. Da ist ein Nationalpark und wieder einer dieser atemberaubenden Seen. Auf der Rueckfahrt macht es auf einmal Klack-Klack-......... und hoert gar nicht mehr auf: die Unterbodenverkleidung hatte drei ihrer vier Schrauben verloren und hing also nur noch an einer Ecke fest. Dann war das auch noch die hintere Schraube, so dass wir eine kleine Schaufel mit uns herumschleppten. So konnten wir auf keinen Fall weiter fahren. Also kam Cori auf die super Idee (und ich sage das hier vollkommen ohne Ironie, denn die Idee war SUPER), die Unterbodenverkleidung mit einer Plastiktuete zu befestigen. Die 60 km nach San Martin hat die dann auch ueberraschenderweise gehalten.

Um es kurz zu machen: Auto repariert und alles wieder in Butter. Sind dann am naechsten Tag ueber den 7-Seen Weg nach Villa la Angostura gefahren. Wieder ein kleines bayerisches Bergdorf am Lago Nahuel Huapi. Haben da eine tolle Zeit in einem Oma-Hostel verbracht. Mit Blick direkt auf den See.

Jetzt sind wir mittlerweile wieder in Gral Roca bei Matias. morgen geht es nach Ushuaia fuer einige Tage und dann auf eine kleine Bootsfahrt fuer 4 Tage. Trekking und so komische Antarktis-Ausfluege denke ich :P

Das wars von uns. Bis bald und hoffentlich ist fuer euch der Winter auch bald vorbei. Hab jetzt keine Lust mir diesen Schmarrn noch einmal durchzulesen, daher gilt: Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten.

lg,

JJ und CK

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