Gestern haben wir unser erstes einigermaßen komplexeres Gespräch mit einem Argentinier geführt: mit unserem Taxifahrer auf dem Weg nach Tierra Santa (ein Vergnügungspark für Christen. Davon aber in einem späteren Post mehr Details.)
War eigentlich ganz gut, bis auf dass die unregelmäßigen Verben in den verschiedenen Zeiten nicht wirklich den Weg von meinem Hirn zum Mund finden. Aber das wird schon. Auf Andreas' Hinweis hin habe ich mir jetzt Spanish Language Coach für den DS besorgt. Habs noch nicht ausprobiert, aber kann eigentlich nur gut sein. Gerade Vokabeln muss ich im Moment verstärkt lernen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Wochen besser wird.
Auf den Bildern hier ist der Friedhof in Recoleta zu sehen. Das ist auch der, auf dem Evita Peron begraben liegt. Das Grab haben wir zwar nicht direkt besucht (kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das spo sehenswert ist), aber ist trotzdem ne schräge Sache, da über den Friedhof zu schlendern. Die Gräber sind entweder große mausoleum-ähnliche edificios oder große Blocks mit vielen Schubfächern. Was man fast immer sieht sind die Särge hinter Glas. Und da der Friedhof sich nicht wirklich in mint-condition befindet, kann man auch durch aufgebrochene Steinplatten in die Schubfächer blicken.
Leichen sieht man dabei zwar nicht, aber es fällt viel schwieriger, den Eindruck zu abstrahieren. In Deutschland haben Friedhöfe immer etwas beruhigendes für mich. Sieht man aber die Särge und manchmal sogar ein Foto des/der Verstorbenen, dann wird einem erst bewusst, dass hier wirklich tote liegen.Auch witzig: Der Friedhof wimmelt nur von streunenden Katzen. Ob die wohl an den Kadavern naschen? Werden wahrschienlich von den Friedhofswärtern und Horden von Touristen gefüttert.
Auch da: hunderte von kleinen Fliegen. Ich musste immer wieder auf meine Brille und mein Objektiv pusten, um die kleinen Biester runterzubekommen und nicht immer schwarze Punkte im Sichtfeld zu haben.Ein Tag später hatten wir dann ein Wiedersehen mit den Kleinen: zuerst waren wir in einem Sushi Laden am Hafen. Unsere Gläser waren in Kürzester Zeit befallen von den Viechern. Danach sind wir in ein Schwimmbad auf dem Dach eines Hotels in der Nähe. Ich voll ausgestattet mit Schwimmbrille und Nasenkneifer.
Schwimme also meine Runden. Wohlgemerkt ohne Nasenkneifer, weil das mir in dem Moment doch fast ein bisschen peinlich war. Hätte ich mich doch lieber als Weichei geoutet. Hatte nämlich ohne Brille nicht bemerkt, dass der ganze Pool eine zähflüssige Masse war: Überall tote kleine Fliegenleichen, die beim am Körper kleben geblieben sind. Will nicht wissen, wie viele ich beim Schwimmen verschluckt oder durch die Nase eingeatmet habe.
Auch auf den Liegen wurde man die Biester nicht los. Überall juckte es. Die müssen gewusst haben, wie gerne ich Insekten mag.War trotzdem eine Genugtuung, dass selbst Cori ein bisschen angewidert war. Also doch kein soooo großes Weichei :P
Die Pyramide links gehört übrigens auch zu den eher ausgefallenen Gräbern in Recoleta. Wie war das nochmal: Wenn man alle Pyramiden in London auf einer Karte verbinden würde, bildet das ein Pentagramm. Oder waren das Obelisken? Kann mich da gerade nicht so genau erinnern. Ist auch egal, die Illuminaten sind sowieso überall.
Ich geh mal wieder Vokabeln lernen. Als Abschluss noch Coris Lieblingsfoto: "Ich weine Spinnweben."
Bis bald
-JJ










